Echt- oder Kunstfell? Erkennst Du’s?

Erst neulich haben wir wieder nicht-deklarierten Echtpelz an Schuhen, Mützen und Jacken entdeckt. Der Laden: Unscheinbar und günstig. Die Mütze beispielsweise kostet gerade mal 25 EUR. Das beweist erneut, dass Echtpelz nicht teuer sein muss, um ihn als solchen zu enttarnen. Kunstpelz kann in der Produktion leider sogar teurer sein als z.B. die Fälle vom Marderhund oder Fuchs, die in Massen billig gezüchtet werden. Die mangelhafte Kennzeichnung in der EU macht es noch schwerer, Echtpelz zu erkennen. Denn, obwohl der Hinweis „Enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs“ nach dem EU-Textilkennzeichnungsverordnung auf dem Etikett angebracht werden müsste, fehlt dieser schockierender Weise sehr häufig. Schuhe, aber auch Accessoires wie Schlüsselanhänger sind ohnehin von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen.

Wie könnt ihr euch also sicher sein, dass ihr kein echtes Fell kauft?

Beim Auseinanderziehen der Haare am Ansatz könnt ihr bei Kunstfell meist ein gewebtes Textil erkennen. Bei echtem Fell hingegen, zeigt sich dort die Haut des Tieres. Des Weiteren ist Echtfell viel beweglicher und besitzt oft leicht gekräuselte Unterwolle, wie man es auch von manchen Hunderassen kennt.

Oft wird das Fell in der Industrie aber auch gefärbt, was die Beschaffenheit ändert. Daher raten wir im Zweifel strikt davon ab, diese Produkte zu kaufen. Man trägt auch mit Kunstfell zu dem Trend bei, dass es ok bzw. schick wär Haare/Fell anderer zu tragen. Es ist für Passant*innen nicht immer eindeutig bestimmbar, ob ihr Echt- oder Kunstfell tragt.

Pelz war lange Zeit out - und das mit gutem Grund, es ist ein grausames und unnötiges Produkt. Durch Applikationen wie Pelzkrägen oder -bommel hat sich die Pelzindustrie wieder zurück geschlichen und plötzlich war es kein No-Go mehr. Lasst euch auf diesen billigen Trick nicht ein.

In jedem noch so kleinen Kragen, hat einmal ein Herz geschlagen.