Der abgebrühte Michael Koch aus Biberach

Unsere Meinung. Ein Kommentar von Friedrich Mülln

Diesen November sind auf unsere Initiative hin Tötungsszenen aus dem Schlachthof Biberach GmbH bei mehreren Fernsehsendern veröffentlicht worden, die zu Recht teilweise mit dem Hinweis versehen sind, dass die Aufnahme verstörend wirken, weil sie im höchsten Maß tierquälerisch, verantwortungslosen und einen grausamen Umgang mit Lebewesen zeigen. Die Behörden haben reagiert und den Schlachthof vorläufig geschlossen. Gegen den Geschäftsführer Michael Koch läuft ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen Tierquälerei.

Dies hat Herrn Michael Koch nicht davon abgehalten, unsere Tätigkeit dahingehend zu kritisieren und gerichtliche Schritte anzumahnen, weil die in direkter Nachbarschaft gelegene Metzgerei hierdurch einen Rufschaden erleiden würde, obwohl sie mit dem Schlafhof nichts zu tun hätte. Was die Abmahnung aber verschwiegen hat, dass der Inhaber der Metzgerei und der Geschäftsführer und Alleingesellschafter des Schlachtbetriebes ein- und dieselbe Person sind, nämlich Herr Michael Koch. Auf der zunächst gelöschten Homepage der Metzgerei Koch warb man noch mit eigener Schlachtung in dem eigenen Schlachthof und suchte über die Metzgerei Koch nach einen Arbeiter für die Arbeit am Schlachtband. Dieser Herr Michael Koch wirbt jetzt auf der Homepage seiner Metzgerei grinsend um Vertrauen, beteuert, dass seine Metzgerei nichts falsch gemacht und teilt mit, dass man bis auf weiteres keine Zusammenarbeit mit dem Schlachthof habe. Ist auch gerade etwas schwierig, da der Betrieb ja schliesslich von den Behörden dicht gemacht wurde. Um eins klar zu stellen: Herr Koch ist nicht in Schwierigkeiten geraten, weil wir berichtet haben, sondern weil er für massive Tierquälerei verantwortlich ist. Wir meinen auch, dass ihm neben der Konzessionen des Schlachtereibetriebes auch die Konzession für den Metzgereiverkauf entzogen werden sollte. Herr Michael Koch trägt die Verantwortung, er hat seine Versprechen von Tierwohl gebrochen, ob er in der Schlachterei steht oder in seiner Metzgerei. Wenn die Schnitzel auf seinem Brötchen sprechen könnten, würden sie wohl schreien. Die Schreie sind vorläufig verstummt, nachdem der Schlachthof zwangsweise geschlossen wurde. Macht das jetzt die Sache für Herrn Koch besser? Nein! Man kann nur hoffen, dass die Kunden eine eigene Bewertung vornehmen.