Strafverfahren gegen den Geschäftsführer des Schlachthofes TBB eingestellt

„Überwiegend im Büro tätig“


Trick 17: Am besten bleibt man als Chef einfach im Büro, guckt nicht auf die eigene Videoüberwachung und fragt auch nichts Kritisches an die eigenen Tierschutzbeauftragten.

Und schon ist man fein raus.


Der Schlachthof hatte, wie Politiker*Innen gebetsmühlenartig fordern, Videokameras in den kritischen Bereichen.

Offenbar guckte aber weder Chef, noch Vet Amt ernsthaft in die Dateien. Eine Gefahr, die wir immer wieder betonen. Denn was bringt Videoüberwachung, wenn es keiner anguckt.

Erst die undercover Aufnahmen, die SOKO Tierschutz veröffentlicht hat, brachten die Wende und zeigten das tägliche Grauen.

Dieser Skandal von Rindern, die nach der Betäubung aufwachen, mit gebrochenen Knochen getrieben und mit teils bis zu 170 Stromschlägen gequält wurden, scheint damit zu enden, dass die slowakischen Arbeiter bestraft werden. Amt und Führung werden strafrechtlich nicht zur Rechenschaft gezogen. Das bedeutet, dass Verantwortliche von Schlachthöfen weiterhin den Profit erhalten, die Verantwortung für Qual und Leid aber auf die Arbeiter des Betriebes abwälzen können. Eine sehr negative Entwicklung.


Der Schlachthof Tauberbischofsheim gehörte dem Konzern OSI der als exklusiver Fleischlieferant von McDonalds bekannt ist. Der Schlachthof wurde 2018 nach unserer Aufdeckung geschlossen und ist seit dem eine Industrie Ruine.

SOKO Tierschutz e.V.

Bodenehrstraße 20

81373 München

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