Rinder

 

Woher stammt meine Milch?

Eine Kuh gibt nicht einfach so Milch. Sie muss dafür regelmäßig (meist) künstlich befruchtet werden, denn nur mit der erneuten Geburt eines Kalbes bleibt der Milchfluss konstant. Dabei entstehen ständig Kälber, die bei der Geburt üblicherweise mit einem Flaschenzug aus dem Körper der Mutter gezerrt werden. Die Milch soll dem Bauern Geld einbringen. Das Kälbchen wird deshalb von der Mutter getrennt in einem so genannten Iglu gehalten (ein schöner Begriff für Isolation und Enge) und erhält einen Milchersatzstoff als Nahrung. Kurz darauf folgen lange Tiertransporte an die profitabelsten Schlacht- und Mastorte quer durch Europa und sogar darüber hinaus. Die Mütter bleiben in den Ställen zurück. Häufig angekettet und mit weniger Bewegungsmöglichkeiten als im Hühnerkäfig. Liegen und stehen auf kot- und uringetränkten Spaltenböden – das ist alles, was eine Milchkuh darf. Die Ketten und Bänder fressen sich in Haut und Fleisch, Gelenke werden wund, entzünden sich und schwellen an. Auch die wenigen Kühe, die im Sommer auf der Weide zu sehen sind, verbringen den Winter üblicherweise im Stall, häufig in Anbindehaltung.

Auch das Euter entzündet sich schmerzhaft – Mastitis ist Alltag in der Milchwirtschaft. Nach 4 bis 5 Jahren erfolgt der letzte Tiertransport. Die Kuh ist ausgemolken, ausgemergelt – nur noch Haut und Knochen. Alle Energie steckte sie in die maximale Milchleistung. Manch eine Kuh erreicht den Schlachthof nur als Krüppel, ist zu schwach zum Laufen. Die Branche nennt Tiere wie dieses einen „Downer“. Eine Seilwinde schleppt das Tier zur Schlachtbank. Milch ist nicht nur das Produkt eines lebenden Tieres. Milch steht für unermessliches Tierleid, für Massen- und Kettenhaltung, für die Tötung von Kälbern und ihren Müttern. Tiermilch ist nicht vegetarisch.

 

Folgen für die Umwelt

Die Milchwirtschaft verursacht eine massive Umweltverschmutzung. Die Gülle verseucht Luft, Böden und Wasser. Kühe stellen einen der Hauptfaktoren der Klimaerwärmung dar. Das Methan aus den Körpern unzähliger Rinder übersteigt sogar die Belastung des Autoverkehrs. Die Milchproduktion geht mit einer extremen Ressourcenverschwendung einher: Für ein Glas Milch werden etwa 200 Liter Wasser verbraucht, für eine Scheibe Käse 100 Liter Wasser. Milch, egal ob konventionell oder bio, zerstört die Umwelt.

 

Folgen für Ihre Gesundheit

Kuhmilch ist exakt auf die Bedürfnisse des Kalbes abgestimmt. Die Folgen für den menschlichen Körper sind gravierend. Studien belegen, dass Kuhmilchkonsum in Verbindung mit schweren Krankheiten wie Osteoporose, Akne, sowie Herz- und Krebserkrankungen steht. Viele Menschen wissen nicht, dass sie laktoseintolerant sind und können sich ihre Beschwerden nicht erklären. Es gibt sehr gute Alternativen aus rein pflanzlichen Quellen. Soja-, Reis- und Hafermilch sind beispielsweise Alternativen, die Kälber und Kühe retten, die Umwelt schonen und nicht krank machen.

Saugentwöhner
Diese häufig eingesetzen Folterinstrumente sollen verhindern, dass Kälber bei Muttertieren saugen. Jeder Versuch verursacht Schmerzen und die erwachsenen Tiere verhindern den nächsten Versuch. Das soll Mastitis verhindern und die Milch bleibt dem Menschen.
Von der Milchproduktion übrig
Eine von tausenden Kälbermastanlagen. Hier werden die jährlich anfallenden Kälber gemästet und mit Medikamenten am Leben erhalten bis die Tierkinder reif für das Kalbsfilet sind.
12 %
der Rinder, besonders schwere Masttiere, werden oft unzureichend betäubt und können während der Schlachtung aufwachen. Hier dokumentiert bei einem österreichischen Provinzschlachthof. Ein Tabuthema.
Iglu
Die neugeborenen Kälber werden den Milchkühen schnell weggenommen. Das soll Trennungsschmerz verhindern. Das Tierkind leidet dann in der Kälberbox auf engsten Raum. Diese werden zynisch Iglus genannt. Mutter und Kind schreien oft noch Tage oder Wochen lang nach einander
Schmerzen
Die Rinder, ob im Anbindestall oder dem Laufstall, sind sehr anfällig für Gelenkentzündungen. Überzüchtete Tiere, ohne weichen Boden, in ihrem Kot und Urin.
Mastitis
Bis zu 40% aller Milchkühe sind infiziert und haben diese schmerzhafte Euterentzündung. Beim Menschen wäre jede Berührung tabu, die Turbokühe müssen dennoch mehrmals täglich gemolken werden. So kommen pro Milliliter 150.000-400.000 Eiterzellen in die Milch.
Letzter Weg
Dieses Tierkind fährt gerade zum Schlachthof.
Warum?
Diese Schnitzel sind aus Weizen hergestellt. Sie sind lecker und verursachen kein Tierleid.
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SOKO Tierschutz e.V.

Rudolfstr. 112

82152 Planegg

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Saugentwöhner

Diese häufig eingesetzen Folterinstrumente sollen verhindern, dass Kälber bei Muttertieren saugen. Jeder Versuch verursacht Schmerzen und die erwachsenen Tiere verhindern den nächsten Versuch. Das soll Mastitis verhindern und die Milch bleibt dem Menschen.