Ostereier: Fröhliches Image mit grausamer Geschichte

… bei Ostereiern denkt man erstmal an nichts Schlimmes. Und manche Leute fragen sich auch, warum es Veganer*innen so übertreiben – vegetarisch reicht doch völlig aus, wenn’s den Tieren gut gehen soll. Leute, die das denken, wissen wenig über die Eier- und Milchindustrie. Aus Anlass soll es heute mal um Eier gehen: Egal ob Freiland-, Boden- oder Käfighaltung: Alle Haltungssysteme haben eines gemeinsam: Die Bedürfnisse und Rechte der Tiere werden systematisch verletzt. Nach ca. einem Jahr werden die Legehennen „unrentabel“, weil ihre Legeleistung nachlässt. Für die Tiere bedeutet das den Tod. Ihr kurzes Leben davor, ist geprägt von Enge, Lärm und Stress. Ihre Eier dürfen sie nicht ausbrüten.

Viele importierte Eier stammen aus Bodenhaltung. Da kann es vorkommen, dass die Schnäbel der Tiere noch abgebrannt wurden, um Kannibalismus zu verhindern. Die Körper der Hennen werden dem System angepasst. Anstatt ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen, werden die sensiblen Tiere zurechtgeschliffen, sodass sie sich nicht mehr allzu sehr gegenseitig verletzen und umbringen in der Enge und dem Stress, dem sie ausgesetzt werden. Verarbeitete Eierprodukte sind nicht kennzeichnungspflichtig, dass betrifft z.B. auch die bunt-gefärbten Frühstückseier. Der Verbraucher erfährt die Herkunft dieser Eier nicht, lediglich wo sie verpackt wurden

Eine Bio-Haltung ist nicht besser. Dort sind bis zu 3.000 Tiere pro Stallabteil zugelassen. Eine gesunde Gruppendynamik ist so unmöglich. Verwesende Kadaver und verletzte Tiere finden sich in allen Haltungssystemen, denn die Masse an Tieren macht einen individuellen Umgang mit dem Tier unmöglich.

Ein schönes Osterfest braucht keine Tierqualprodukte. Esst lieber vegane Schokolade!

(Bild ARIWA - Animal Rights Watch e.V.)