Meckes Manöver

Marko Mecke, der Geschäftsführer der Metzgerei/Schlachterei Mecke und der Hundefutter-Firma Paribal, versucht sich gerade in einem verzweifelten PR Manöver.

Quintessenz: Er wusste von nichts, zwei Handlanger wären die Allein-Täter und er wäre einfach nicht genug vor Ort gewesen.

Was für ein Sojakäse.


1) Der Handel mit kranken und verletzten Tieren hatte über Monate System. Meckes eigene Tiertransportfahrer, Stallarbeiter, Schlachter und Metzger waren involviert. Keiner konnte den Zustand der Tiere nicht übersehen. Keiner hat Anzeige erstattet. Einer der Sündenböcke folgte brav Anweisungen per Telefon und erstattete Bericht. Warum hat keiner jemals beim „unwissenden“ Chef Alarm geschlagen?


2) Kein Schlachter bekommt versehentlich solche Tiere. Sie werden von Bauern angeboten. Sie werden von Mecke-Transportern im Auftrag der Leitung abgeholt und dann im eigenen Schlachthof getötet. Jede Schlachtung in einem Betrieb wird genau im Voraus geplant, Zustand, Gewicht und Tierart gemeldet und nach Bedarf für die Tötung freigegeben. Und sollte es doch ein Versehen oder ein dreister Bauer gewesen sein: Wo ist die Strafanzeige von Mecke gegen den Landwirt? Und was ist mit all den weiteren Tieren danach?


3) Zusammenarbeit mit dem Skandal Tierhändler Hunecke. Der Haupttäter des gigantischen Tierschutzskandals um die Schlachtung kranker und verletzter Rinder von Bad Iburg lieferte jede Woche pünktlich kranke ,verletzte und halb verhungerte Rinder an Mecke. Warum hat Mecke diese Lieferungen nicht gestoppt? Vielleicht, weil er sie beauftragt hat?


4) Bei den Tieren handelte es sich nicht um Tiere mit Transport-Verletzungen. Sie waren halb verhungert, wiesen teils melonengroße Geschwüre auf und hatten kaputte Beine. So etwas fällt bei jeder Schlachtung auf und hätte sofort zu Gegenmaßnahmen führen müssen. Wie wahrscheinlich ist es, dass sich all die zahlreichen, involvierten Mitarbeiter gegen den armen Herrn Mecke verschworen haben, um für ihn höchst lukrativ kranke Tiere zu schlachten?


5) Warum ließ Mecke seine LEBEND-Tiertransporter mit kostspieligen Seilwinden ausstatten, wenn man auch über mindestens ein eigenes Fahrzeug für Notschlachtung und den Transport toter Tiere verfügt, wo eine Seilwinde Sinn macht?


6) Die Viehumladestation hatte keine Genehmigung für Rinder, nur für Pferde. Marko Mecke wusste, dass dort Rinder gelagert werden. Für die Genehmigung ist er, und nicht die zwei Handlanger-Sündenböcke verantwortlich. Wollte man vielleicht gar nicht, dass Behörden dort von Rindern erfahren? Ach ja, da das Meckes Umladestelle war und Meckes Rinder, warum hat Mecke sich dann nicht mal darum gekümmert, dass die Tränken funktionieren? Durst ist Qual.


7) Ach und wer hat nochmal einen der Täter zum offiziellen Tierschutzbeauftragten der Firma Mecke gemacht? Sowas ist auch Chefsache.

Wenn also Herr Mecke jetzt den reumütigen Unwissenden spielt, dann ist das ein weiterer Tritt gegen die Menschen, die dieser Firma Vertrauen geschenkt haben.