Downer-Kühe, Downer-Enten, Downer-Schweine, Downer-Puten, Downer-Masthühner...

Was kann man da tun, fragen viele. Denn ist es immer ein Tierquäler, der sich nicht um die kranken Tiere kümmert? Wie kann man diesen Tierquäler stoppen? Kaum. Denn das Problem ist nicht das Problem einzelner Bauern, es gibt welche, die geben sich Mühe, es gibt welche die lassen ihre Tiere in der prallen Sonne verrecken. Das Problem ist das System: Ein System der Überzüchtung, ein System maximaler Leistung und Ausbeutung, ein System, in dem die einzelnen Tiere wenig wert sind, ein System der Masse. Hier bleibt kein Raum für Fürsorge. Vor diesem System haben Tierärzte und Behörden längst kapituliert und wir werden es auch nicht stoppen, indem wir den tausendsten Downer-Fall aufdecken. Insbesondere da es geduldet wird, dass Tiere keinen Wetterschutz und auch keinen Zugang zu Wasser oder Futter haben. Jeden Tag passiert dieses Schicksal hunderten Kühen in der Ausbeutung für Milch, zehntausenden Enten für Fleisch und hunderttausenden Puten und Masthühnern. Sie fallen auf den Rücken und können sich aus eigener Kraft nicht mehr aufrichten, denn sie sind auf Brustfleisch gezüchtet, aber das Knochengerüst und die Muskeln sind zu schwach. Schweine stehen auf engstem Raum, brechen zusammen und können nicht mehr aufstehen. Kleine oder schwache Puten werden von der Masse übertrampelt und bleiben mit gebrochenen Knochen liegen. Die meisten Downer bekommt nicht einmal der Tierhalter zu sehen, da sie in der Masse untergehen und am Ende als papierdünne Kadaver aus dem Stall geräumt werden. Darum setzen wir uns dafür ein, das System als solches zu thematisieren und nicht zu denken, der einzelne Bauer wäre der Täter. Diese Tierhalter sind in einem System der Ausbeutung. Es ist eine Anreizstruktur, die Tierleid belohnt und Fürsorge bestraft. Eine Arbeit, die daraus besteht aus dem Körper eines fühlenden Lebewesens eine profitable Produktionsmaschine zu machen, bedeutet für die Tiere letztlich immer Gewalt – spätestens wenn sie getötet werden, weil sie kein Geld mehr bringen. Einen Ausweg gibt es nur mit dem Ausstieg. Wir können nicht täglich hunderte Kilometer fahren, um wieder mit anzusehen, dass die Behörden nichts tun und korrupte Tierärzte das System decken. Das Problem ist struktureller Natur und die Lösung heißt: Keine Tiere konsumieren. Sie sind Lebewesen, keine Lebensmittel.




SOKO Tierschutz e.V.

Bodenehrstraße 20

81373 München

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